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Architektonisches Konzept

 

Architektonisches Konzept

Die Kunsthalle steht am Schloßplatz in Berlin und ist ein pavillonartiges Bauwerk mit bestimmten Eigenschaften. Diese Eigenschaften sind niedrige Errichtungskosten, kurze Aufbauzeit, begrenzte Nutzungsdauer, kurze Abbauzeit und die Möglichkeit einer Wiederverwendung. Diese primären Eigenschaften werden ergänzt durch Sekundäreigenschaften, die einen beschränkten ökonomischen Einsatz der Mittel und Ressourcen erlauben, um durch bestimmte Maßnahmen die Attraktion der Kunsthalle noch zu steigern.

Die Kunsthalle erreicht dies durch die bauliche Maßnahme einer klaren einfachen räumlichen Organisation. Dem eigentlichen Ausstellungsraum an den Schmalseiten vorgelagert befinden sich notwendige kommerzialisierte Flächen wie einerseits die Eingangshalle mit Kasse, Katalogverkauf und einem kleinen Büro und andererseits ein unabhängig zu betreibendes Café mit entsprechenden Nebenräumen wie Küche und Toiletten.

Die geringe Raumhöhe dieser dienenden Bereiche ermöglicht die Unterbringung von Technik und Lagerräumen in der darüber liegenden Ebene. Die Ausstellungshalle selbst ist ein gut proportionierter einfacher Kubus mit einer veränderlichen Lichtdecke und den erforderlichen Zugangs- und Fluchttüren.

Mit Ausnahme der äußersten und innersten Gebäudehülle ist das Bauwerk konstruktiv vorwiegend aus Holz (Leimbinder, Brettschichtwände, Brettschichtdecken, Faserplatten) gefertigt, wobei die Gründe dafür in den günstigen konstruktiven und ökonomischen Eigenschaften dieses Werkstoffes zu finden sind. Die innere Hülle des gesamten Gebäudes wird aus Kosten- und vor allen Dingen Brandschutzgründen in doppelt beplankten Gipskartonwänden ausgeführt. Die äußere Hülle ist eine reißfeste über ein Edelstahlseilgerüst gespannte Kunststoffhaut, die als Bildträger für das umfassende Außenkunstwerk dient. Es ist somit möglich, je nach Konzept wechselnde Außenbespielungen durchzuführen, die jedoch ausschließlich der Kunst vorbehalten sein sollen.

Es ist vorgesehen, den Pavillon neben dem Erreichen eines Energiestandards mit einem nachhaltig günstigen und effizienten Heiz- und Lüftungssystem auszustatten, das die Möglichkeiten von Sonnenenergie und Erdwärme nutzt. Der Abbau und die bereits evidente Nachnutzung des Gebäudes sind in Varianten im Leistungsverzeichnis erfasst und damit im Gesamtbudget enthalten. Im Zuge der Beschäftigung mit dem Areal und der möglichen Standorte wurden drei Varianten erarbeitet, die architektonisch als gleichwertig anzusehen und hier jeweils mit einer spezifischen Außengestaltung durch unterschiedliche Künstler dargestellt, sind. Die Raumkonzeptionen aller Varianten entsprechen den Publikumsverkehr und die Anlieferung betreffend den erforderlichen Richtwerten und basieren auf langjährigen Erfahrungen im Bereich der Museums- und Kunsthallengestaltung (Kunsthalle 1, Wien / Kunsthalle 2, Wien / Kunsthalle Krems / Kölner Kunstverein / Museum Rietberg, Zürich / Museum des 20. Jahrhunderts, Wien / Secession, Wien). Die Werkpläne der Variante b gelten prototypisch für alle drei Varianten und dienten der Kostenermittung.

 

Grundfläche 54,6 x 19,5 m = 1065 m²
lichte Höhe 9,7 m
Gesamthöhe 11 m
Ausstellungsraum 592 m²
Foyer / Bookshop (auch als Vortragssaal bespielbar) 131 m²
Café / Bar 131 m²
Nebenräume (je) 41 m²
Techink / Depot - Andienung über Ausstellungshalle (je) 217 m²
Kunstfläche (außen) gesamt 1632 m²
davon 2 Seiten á 54,6 x 11 m = je 601 m²
2 Seiten á 19,5 x 11 m = je 215 m²