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Temporäre Kunsthalle Berlin

 

Ein temporäres Forum für die Kunsthalle Berlin

Berlin braucht eine Kunsthalle für zeitgenössische Kunst.

Für ca. drei Jahre, von 2008 bis 2011, besteht die Chance, den repräsentativen Charakter des Schlossplatzes inhaltlich in Ergänzung zur beschlossenen landschaftsarchitektonischen Freiraumgestaltung zu nutzen, um Aufmerksamkeit und Engagement für die neue Berliner Kunsthalle für zeitgenössische Kunst zu generieren und damit ihre Realisierung und Finanzierbarkeit an einem geeigneten Ort der Hauptstadt ab 2012 zu ermöglichen.

Dieses vielschichtige Thema könnte im Rahmen eines temporären Forums mit parallelem Ausstellungsbetrieb und im Dialog mit der geplanten Humboldtbox für ein nationales und internationales Publikum Anlass werden, sich hier generationsübergreifend zu engagieren.

Parallel könnten international bekannte und in Berlin lebende Künstler mit Einzelausstellungen das Potential Berlins aufzeigen. Forum und Ausstellungen wären auch für diesen kurzen Zeitraum nicht nur reputativer, sondern durchaus monitärer Benefit für die Hauptstadt.

Ein Dialog der temporären "Kunst-Box" mit der geplanten "Humboldt-Box" auf dem Schlossplatz könnte darüber hinaus das Gespräch der Generationen über das zu bewahrende Kulturgut der europäischen und außereuropäischen Kulturen und über das aktuelle, in Produktion befindliche Kulturgut der Gegenwart anregen und auf diese Weise befruchtend wirken.

Kunstvermittlung und Bildungsauftrag könnten im Kontext der europäischen und außereuropäischen Kulturgeschichte und der zeitgenössischen Kunstproduktion von neuen Perspektiven aus betrachtet werden.

Für die neue Kunsthalle Berlin könnte in diesem Zeitraum eine dem 21. Jahrhundert entsprechende
und im internationalen Maßstab visionäre Lösung entwickelt werden. 

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Foto: Stefan Maria Rother

Der Weg zur Kunsthalle Berlin

In Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat wollen wir innerhalb von 3 Jahren nachhaltige Lösungen für die Kunsthalle Berlin an einem noch zu bestimmenden Ort in Berlin entwickeln und parallel eine temporäre Kunsthalle mit 600 qm Ausstellungsfläche in Form einer demontierbaren Leichtbauhalle auf dem Schlossplatz betreiben. Wir arbeiten im Vorfeld mit Architekten, Industriehallen-Planern und Finanzierungsberatern zusammen.

Im Dezember 2005 durften wir mit vertrauensvoller Zustimmung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für 9 Tage die Ausstellung 36 x 27 x 10 initiieren. 36 international bekannte und in Berlin lebende Künstler hatten in Eigeninitiative spontan die einmalige Chance genutzt, in unmittelbarer Nähe zur Museumsinsel auf die extrem hohe, kreative Kraft dieser Stadt zu verweisen und die fehlende Kunsthalle für zeitgenössische Kunst in Berlin mit großem Engagement zu thematisieren.

Das "Ausstellungswunder" (FAZ vom 22.12.05) war möglich, weil Berlin zunehmend von namhaften Künstlern als Arbeits- und Lebensmittelpunkt gewählt wird, ohne dass sie von der Hauptstadt entsprechend präsentiert werden können. Die Thematisierung der fehlenden Kunsthalle wurde damals u. a. vom Art Forum Berlin, der Akademie der Künste Berlin und dem Berufsverband Bildender Künstler Berlin begrüßt. Die Presseresonanz und der hohe Besucherandrang (ca. 10.000 Besucher in 9 Tagen) haben eindeutig den Bedarf einer repräsentativen Plattform für Gegenwartskunst in Berlin aufgezeigt.

Weitere Partner von White Cube Berlin, der temporären Kunsthalle für zeitgenössische Kunst, sind aktuell neben dem wissenschaftlichen Beirat u.a. die Berlin Partner GmbH und der Landesverband der Berliner Galerien.

Anfang Juni 2006 legte die White Cube Berlin GmbH der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Konzept einer temporären Kunsthalle für zeitgenössische Kunst in Ergänzung zum laufenden Wettbewerb der landschaftsarchitektonischen Freiraumgestaltung des Schlossplatzes vor. Dafür hatten wir unsere Erfahrungen aus der Ausstellung im White Cube Berlin vom Dezember 2005 gemeinsam mit Welte plus Kader Architekten in ein freistehendes Gebäude übersetzt.

Inzwischen wird unter anderem durch eine Initiative der Zeitschrift Monopol über eine temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz öffentlich debattiert. In der Ausgabe August 2006 stellten die Architekturbüros Schneider + Schumacher, Graft Architekten, Meinhard von Gerkan, Bottega + Erhardt und Sauerbruch Hutton Ideenskizzen zu diesem Thema vor. Allerdings und im Unterschied zu unserem Vorschlag als Alternative zur beschlossene landschaftsarchitektonischen Freiraumgestaltung des Schlossplatzes.

Heute gibt es eine breite gesellschaftliche und politische Aufgeschlossenheit für die in Berlin fehlende Kunsthalle für zeitgenössiche Kunst. Aus der Vision im Dezember 2005 ist ein generationsübergreifendes Anliegen geworden.

Persönlichkeiten aus Kunst und Politik, wie Christina Weiß, ehemalige Kulturstaatsministerin, Peter Raue, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Neuen Nationalgalerie und Daniel Birnbaum, Leiter der Frankfurter Städelschule begrüßen eine temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz öffentlich.

Das von White Cube Berlin geplante temporäre Forum für die Kunsthalle Berlin auf dem Schlossplatz und der dort parallel geplante temporäre Ausstellungsbetrieb sollen privat finanziert werden. Beides befindet sich bis zur Umsetzung aufgrund wachsender fachlicher Beratung und Unterstützung kompetenter Partner in permanenter Entwicklung. Derzeit erarbeiten wir einen weiteren Entwurf für die temporäre "Kunst-Box" zu einem günstigen Kostenpunkt. Gemeinsam mit unseren Partnern beraten wir, welches deutsche Unternehmen dieses renommierte Projekt finanzieren darf.

Die neue Kunsthalle Berlin würde das besondere kreative Potential der Hauptstadt vielschichtig sichtbar und erfahrbar machen und neue Entwicklungsperspektiven eröffnen.

Coco Kühn | Constanze Kleiner
White Cube Berlin

November 2006