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White Cube Berlin Temporäre Kunsthalle für zeitgenössische Kunst, Schlossplatz BerlinDer erste Entwurf von White Cube Berlin für eine temporäre Berliner Kunsthalle auf dem Schlossplatz entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Kader plus Welte, welches sich im Auftrag von White Cube Berlin sehr stark für das Genehmigungsverfahren für die Ausstellung 36 x 27 x 10 im Dezember 2005 engagierte. Bei der Entwicklung des Entwurfs 2006 wurden gemeinsame gute Erfahrungen mit diesem Ausstellungsraum von 36m Länge, 27m Breite und 10m Höhe in ein freistehendes Gebäude übertragen. Städtebau In Ergänzung zum laufenden Wettbewerb für die temporäre landschaftliche Gestaltung des Schlossplatzes könnte der Ort auch einer konkreten kulturellen Nutzung gewidmet werden: Der White Cube Berlin bietet die Gelegenheit, an prominenter Stelle eine Perspektive auf die Kunst der Gegenwart zu eröffnen, die in zahlreichen Ateliers und Köpfen dieser Stadt entsteht, aber noch keinen eigenen Präsentationsort gefunden hat. Durch die Integration eines einfachen weißen Quaders in die Kulturlandschaft auf dem Schlossplatz könnte ein Aufenthaltsort von großer Anziehungskraft und Lebendigkeit im Zentrum Berlins entstehen. Bewusst ist die Lage in Anbindung an die zukünftige Uferpromenade gewählt, die den Fußgängerverkehr der Museumsinsel entlang der Spree zum White Cube Berlin und weiter bis ins Nikolaiviertel und führt. Öffentlicher Raum Zwei Freitreppenanlagen verbinden Landschaft und Architektur. Unterteilt in Gehbereiche und Sitzstufen, sind sie bespielbare Skulpturen im öffentlichen Raum, benutzbar als Sitzgelegenheit, als Zuschauerpodium oder Bühne. Die entstandene Aufenthaltsqualität eröffnet neue Perspektiven, neues Erleben und Wahrnehmen des historischen Umfelds des Platzes. Demontierbarkeit Das Gebäude ist für eine begrenzte Zeitspanne auf dem Schlossplatz geplant. Die einfache Grundstruktur der Architektur ermöglicht eine sinnvolle Elementierung der Bauteile. Zugunsten der Nachhaltigkeit ist das Bauwerk innerhalb von nur drei Monaten auf- und abbaubar. Belastbarkeit Die besonders stabil geplante Konstruktion der Kunsthalle wird vielfältigsten Nutzungsansprüchen gerecht. Große Objekte, Zwischengeschosse oder Raumunterteilungen können problemlos installiert werden. Flexibilität Die Halle ist stützenfrei. Mit knapp 1000 qm Nutzfläche und 10 m Höhe ist sie besonders großzügig dimensioniert und erreicht so eine maximale Flexibilität in der Gestaltung von Ausstellungen. Charakter Die Einfachheit der architektonischen Idee ist lesbar und einprägsam: Eine schwebende Halle für die Kunst, erschlossen über Freitreppen und eine öffentliche Plattform. Alle sekundären Nutzungen (Gastronomie, Veranstaltungssaal, Museumsshop etc.) befinden sich im Erdgeschoss. Der White Cube Berlin steht durch seine Schlichtheit in ästhetischem Einklang mit dem klassizistischen Stil der Museumsinsel und bildet dennoch eine klare eigene Identität aus. Die geplante Grünfläche im Herzen der Stadt bietet die einmalige Möglichkeit, die in Berlin fehlende Kunsthalle zu integrieren und damit das gewachsene Image der Stadt als internationale moderne Kunst- und Kulturmetropole zu stärken. W e l t e p l u s K a d e r Rabea Welte | Alex Kader 28. August 2006
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